SVFF-Gruppe hilft Obdachlosen und Bedürftigen

Am Sonntag vor Weihnachten führte erneut eine junge Gruppe des SVFF in Berlin wie die Jahre zuvor eine Spendenaktion für Obdachlose und Bedürftige durch. Das Team ist mittlerweile auf 30 Helfer*innen angewachsen, bestehend aus aktiven und ehemaligen Spielern des SVFF sowie weiteren, die aus dem Freundeskreis dazugestoßen sind und aktiv mitwirkten.

Ende November ging ein Spendenaufruf online, der sich schnell verbreitete und auf große Resonanz stieß. Innerhalb von nur drei Wochen kamen 2.400 Euro an Geldspenden sowie eine überwältigende Menge an Kleidung und Alltagsgegenständen zusammen, sodass die Lagerkapazitäten an ihre Grenzen gebracht wurden. Das Ausmaß der Hilfsbereitschaft übertraf alle Erwartungen der Vorjahre.

Während die organisatorische Vorbereitung und das Einsammeln der Spenden bereits im November begann, startete die eigentliche Aktion eine Woche vor Heiligabend. Im Universitätsgebäude der TU Berlin wurden liebevoll kleine Weihnachtsgläser und Päckchen dekoriert und mit Süßigkeiten befüllt, als kleine zusätzliche Geste der Aufmerksamkeit. Anschließend erfolgte der Einkauf von Mützen, Handschuhen, Schals, Socken und Unterwäsche. Schlafsäcke wurden teils online bestellt, teils in der Umgebung gesucht und nach Verfügbarkeit abgeholt. Am Tag darauf konnten dank der großzügigen Unterstützung der „Fundgrube Spandau“ große Mengen an gezielt ausgesuchter, warmer Kleidung zu sehr entgegenkommenden Konditionen erworben werden. Am Freitag wurden abschließend in Falkensee Lebensmittel und Hygieneartikel im Wert von über 1.000 Euro eingekauft.

Dank der unkomplizierten Kooperation der Stadt Falkensee war es Samstag möglich, die Turnhalle der Lessing-Grundschule zum Sortieren und Verpacken aller Kleider- und Sachspenden bis weit über die übliche Nutzungszeit hinaus zu nutzen. Neun Stunden lang wurden ungeeignete Kleidung zum Weiterspenden aussortiert, Kisten gepackt und die Autos beladen, um alles für die Verteilung vorzubereiten.

Am Sonntagmittag dann startete schließlich die Verteilung. Ermöglicht wurde das durch drei Vereinsbusse, die der SV Falkensee-Finkenkrug zur Verfügung stellte. Randvollgepackt und mit einem zwanzigköpfigen Team wurden den ganzen Tag bis spät abends verschiedene Orte in Berlin angefahren. Die Route führte beginnend in Finkenkrug weiter über Spandau an der Falkenseer Chaussee, am Bahnhof und an der Havel in Richtung Charlottenburg zum S-Bahnhof Messe Nord, Stuttgarter Platz und Bahnhof Zoo. Weiter ging es über die Kurfürstenstraße zum Alexanderplatz, Ostbahnhof, Warschauer Straße und Kottbusser Tor, wo sowohl Camps als auch Einzelpersonen versorgt werden konnten. Dafür wurden die Plätze direkt angefahren und versucht, mit den Leuten dort ins Gespräch zu kommen und passende Hilfe anzubieten.

Der überwiegende Teil der Spenden konnte persönlich an Menschen übergeben werden, die sie dringend benötigen und dankbar entgegennahmen. Die übriggebliebenen Spenden werden weitergegeben an die Falkenseer Tafel, Bahnhofsmission am Zoo und eine Privatperson aus Falkensee, die bereits zum Nikolaus eine ähnliche Verteilaktion durchgeführt hat und im Januar erneut eine plant.

Neben der materiellen Hilfe wurde dabei vor allem ein Ziel von Beginn an verfolgt – den Menschen auf der Straße Gehör und Wertschätzung zu schenken, gerade an Tagen, an denen das Gefühl von Einsamkeit und gesellschaftlicher Isolation besonders erdrückend sein kann.

Dankeschön für die enorme Unterstützung und Spendenbereitschaft! Anders wäre die Aktion derart nicht möglich gewesen.

Allen ein gesundes neues Jahr!