Ein gerechtes Unentschieden auf allerhöchstem Niveau
Ein Spiel aus der Ferne, nicht ganz einfach, aber wir gehen mal ran. Derbys, und Pokalspiele sind alles besondere Ereignisse für sich, aber wie vollgepackt der vergangene Mittwoch mit Emotionen und verdrückten Tränen war, da kann Rosamunde Pilcher Sonntagabend einpacken. So viel Begeisterung und Daumendrücken für diese Mannschaft, unglaublich.
Locker über 600 Zuschauer, etliche Fässer Bier und in jedem Mund eine Bratwurst – das waren die nackten Zahlen außerhalb des Spielfeldes, beim Spitzenspiel des Landes Brandenburg am vergangenen Mittwoch. FF rollte den grün-weiß-schwarzen Teppich für die Spitzenreiter aus Potsdam aus. Ersten gegen Zweiten, Geld gegen Leidenschaft. (Sorry Viktoria, es ist so).
19:25 Uhr betraten die Mannschaften Hand in Hand mit der Jugend des SVFF den Rasen der Leistikow. Kurz darauf, Anpfiff, das Spiel ging los. FF mit dem Selbstbewusstsein der perfekten Rückrunde erwischte einen sehr guten Start, war eigentlich, besonders zu Beginn, die spielbestimmende Mannschaft, ließ aber leider die 0 auf der Habenseite stehen, die Chancen nicht genutzt. Potsdam dagegen brauchte nicht viel und knipste kurz vor der Halbzeit durch ein Wirrwarr im Strafraum zum 0:1. Ärgerlich!
Pausentee war angesagt, Mund abwischen, noch alles drin, Falkensee kann Rückstand. Nach 10 Minuten, Ecke FF, Sportskamerad „Tille“ holt sich Eyke zur kurzen Ecke ran, perfekt abgelegt, und Tille schweißt das Spielgerät mit viel Schnitt in den kurzen Knick ein! Zum Zungenschnalzen! In der Folge kam es zu Chancen auf beiden Seiten und Schlussmann Bittner zeigt auch noch im hohen Alter, wieso er einer der Besten der Liga ist. Passieren sollte weder hüben noch drüben etwas, und der Schiri, hatte scheinbar auch noch Termine und pfiff sehr pünktlich ab. Schlussendlich gibt’s zu sagen: ein gerechtes Unentschieden auf allerhöchstem Niveau. Danke an die Fans, an die Gastro und vor allem an die beiden Mannschaften für diesen tollen Fußballabend.
Einer muss noch. Kapitän, und Vereinslegende Fabi Kracht, lief am Mittwoch zum 300. Mal unter dem FF-Wappen auf. Respekt, Dankbarkeit, ein Stück Ehrfurcht, mit Mitte 20 schon so eine Legende, Hut ab und auf weitere Spiele für unseren Sportverein.
Text: Marcus Weber
Bild: FJ’13, Facebook SV Falkensee-Finkenkrug e.V.


