Landespokal-Viertelfinale der C-Juniorinnen in Potsdam

Am 28. und 29. September standen laut Terminplan die Viertelfinalspiele der D- und C-Juniorinnen auf dem Programm. Die Losfee bescherte bereits in dieser frühen Phase des Pokals die hochkarätigen Duelle zwischen dem SV Falkensee-Finkenkrug und dem 1. FFC Turbine Potsdam in beiden Altersklassen. Nachdem sich die Falkenseer D-Juniorinnen am Samstag, den 28.09. im Elfmeterschießen knapp geschlagen geben mussten, traten nun am Sonntag die Mädchen der Jahrgänge 2005/2006 in Potsdam zur Titelverteidigung an. Zu früher Stunde begann um 9 Uhr in der Potsdamer Waldstadt die Partie zweier spielstarker Teams.

Falkensee starte in das Spiel mit einem Maximum an Geschwindigkeit in der Offensive und der gewohnt souveränen Besetzung in der Abwehr. Auch wenn mit Nele, Lisa und Johanna drei Spielerinnen fehlten, waren alle Positionen mehr als gut besetzt und auch von der Auswechselbank konnten Feldspieler gleichwertig ersetzt werden.

Und die ersten 20 Minuten gehörten ganz klar den Gästen des SV Falkensee-Finkenkrug. Mit so viel Lauffreude, schwierigen Flanken von der Grundlinie direkt vors Tor und einigen sehenswerten Kombinationen setzten die FF-Mädels die Turbinen unter Druck. Und diese Angriffswelle brachte auch mehrere hochkarätige Chancen ein, um die ersten Tore zu markieren. Doch leider kam der eine Schritt dann doch zu spät und so blieb es lange beim 0:0. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Turbinen nun langsam im Spiel an. Da die Falkenseer Offensive sich weit nach vorn schob bei den eigenen Angriffen, entstanden Lücken im Mittelfeld und die Potsdamer Torhüterin machte das Spiel schnell. Mit langen Bällen schickte sie ihre Mitspielerinnen gerade im Mittelfeld ein ums andere Mal auf die Reise. Und in der 28. Minute erwischten die Turbinen die Gäste eiskalt. Mit Tempo ging es nach langem Ball im Alleingang durch die Falkenseer Abwehr und allein aufs Falkenseer Tor zu, wo dann eiskalt zum 1:0 eingeschossen wurde. Ein schwerer Schlag für die Mädels aus Falkensee. Mit diesem Gegentreffer ging es in die Pause, wo es nun hieß, eine Antwort zu finden und endlich auch selbst ein Tor zu markieren. Nach Umstellung auf einigen Positionen zur Halbzeit veränderte sich das Offensivspiel der Gäste leicht. Vorn machte nun Leo Druck, indem sie sich gekonnt durch Zweikämpfe in der gegnerischen Abwehr dribbelte. Doch zum erfolgreichen Abschluss konnte sie nicht kommen. Auch Leni über die rechte Seite spielend ging nun des Öfteren mit Ball durch die Gegner und brachte das Spielgerät gefährlich in Tornähe. Aber es war kein Durchkommen auf den letzten Metern. In der 45. Minute dann ein Abbild des ersten Gegentores. Erneut langer Ball, erneut zielstrebig auf das Falkenseer Tor zu und erneut klingelte es im Kasten. Mit dem 2:0 war für Potsdam das Tor zur nächsten Pokalrunde nun weit aufgestoßen. Und als ob das nicht schon reichte, netzten die Turbinen 3 Minuten später erneut ein. Vielen war spätestens jetzt klar, dass das Blatt nicht mehr gewendet werden würde nach all der verstrichenen Spielzeit und den vergebenen Torchancen. In nur 3 Angriffen hatte Turbine 3 Tore erzielt. Doch man muss den Mädels großen Respekt zollen, denn sie gaben sich keineswegs auf. Sie kämpften nun eher noch mehr, jetzt suchten sie noch mehr die Zweikämpfe und machten nochmal richtig Druck. Und nach einem Freistoß ca. 20m vor dem Turbine-Tor, den Leonie flach hereinbrachte und Jette gekonnt aufs Tor lenkte, stand es „nur noch“ 3:1. Es stachelte die Mädels an, noch waren 15 Minuten zu spielen. Und kurz danach der nächste Torschuss: Keira hatte sich sehenswert durch die Abwehr gekämpft, hielt hoch drauf, über die Torhüterin hinweg, doch die Latte verhinderte das Tor. Schade, es wäre hochverdient gewesen. Während auch Turbine noch einige Angriffe einleitete, die aber zumeist verpufften, kämpften die Falkenseerinnen weiter dem nächsten Tor entgegen. Doch es war an diesem Tag nichts mehr zu machen. Turbine verteidigte schlau und brachte das 3:1 über die Zeit.

Am Ende kann man keiner Spielerin vorwerfen, nicht mit 100% bei der Sache gewesen zu sein. Man muss sich die eigenen Fehler eingestehen, die hier die Niederlage besiegelt haben. Und aus Fehlern kann man lernen. Diese ja eher kleinen Unstimmigkeiten müssen zeitnah abgestellt werden, dann können sich die Mädels in den kommenden Spielen auch belohnen für ihre tolle spielerische Leistung. Danke an Saskia, Jasmin, Leonie, Emma, 2x Leni, Keira, Jula, Lia, Leo, Jette und Nadlen.

Eines sei noch anzumerken: auch der Schiedsrichter hat hier und heute in diesem Spiel, das sicher nicht immer leicht zu kontrollieren war mit all den Emotionen und der Anspannung auf und neben dem Feld, eine sehr gute Leistung gezeigt. Danke dafür.

Für die Falkenseerinnen richtet sich der Fokus nun wieder auf den Ligabetrieb, wo nach den Ferien noch einige spannende Gegner warten und wo die Mädels weiter daran arbeiten werden, „ihr“ Spiel zu finden und das Zusammenspiel zu optimieren. Und vielleicht springt dann auch das ein oder andere Tor mehr dabei heraus …