Aufholjagt im Heimspiel

Unser Team der E1 hatte nach dem schweren Spiel in Hennigsdorf eine weitere undankbare Aufgabe zu lösen: Das Heimspiel gegen den SV Glienicke-Nordbahn, einem Gegner, der die Rückrunde mit recht großen Ambitionen antrat.
Seit Rückrundenstart erspielte sich der Gast einen komfortablen 5. Tabellenplatz mit Tuchfühlung zum 4. Rang, den der MSV Neuruppin bekleidet, deutliche Siege waren in den letzten Begegnungen zu verbuchen. Mit dem runter ziehen zweier Spieler aus der höheren Altersklasse, wurden sie noch deutlich gefährlicher, als im Hinspiel, was unsere Jungs in Halbzeit 1 auch zu spüren bekamen.Mit einem nur noch schwach lodernden Flämmchen der Hoffnung auf den Staffelsieg, wollten wir uns in dieser Woche darauf vorbereiten, eine völlig unrealistische und fast unmögliche Aufgabe zu bewältigen, doch noch 1. zu werden und dafür entsprechend zu arbeiten. Da eine Punktgleichheit mit Forst Borgsdorf möglich ist, wussten wir, die Tordifferenz des Tabellenführers sieht jedoch deutlich besser aus als unsere, dass es einen wahren Sturmlauf in den letzten 3 Spielen bedürfe. Leider gab es den in Hälfte 1 nicht.

Nach einem tollen Start und der schnellen Führung durch Meris, verloren wir nach 5 Minuten komplett den Faden und ließen Glienicke viel zu große Lücken. Um es kurz zu machen: Falkensee hatte es zu keiner Sekunde verdient mit einer Führung in die Pause zu gehen. Glienicke nutzte 2 Stellungsfehler gnadenlos aus und vollendete den 3. zielführenden Angriff nach einer tollen Kombination. Kurz vor der Halbzeit stellten wir deshalb um und versuchten wieder die Feldhoheit zu erlangen. Dies gelang uns ganz ordentlich, Felix und Julian hatten sogar wichtige Anschlusstreffer auf den Füßen – es sollte aber nicht sein. Man musste leider festhalten, bis auf Micha und in Ansätzen Julian, war keiner wirklich in Topform, Patrik konnte bei den Gegentreffern nur wenig machen.

In der Halbzeitpause mobilisierten wir nochmal unsere Kräfte, stellten um und versuchten neue Lockerheit ins Spiel zu bringen. Nach anfänglichen Nervositäten begann das Heimteam nun auch endlich so etwas wie Dominanz aufzubauen, Verlagerungen und konstruktivere Angriffsvorträge waren nun zu sehen, allerdings alles noch recht mutlos. Nachdem wir fast das 4. Tor schlucken mussten, befreite Pascal Junior unseren unbändigen Siegeswillen, indem er den Abpraller von Dominics Schuss (der bis hierhin auch eher einen gebrauchten Tag hatte) in der Kiste versenkte. Ab hier begann die große FF-Show:
Wie ausgewechselt, völlig anderes Team als bis hierhin. Glienicke kam nur noch mit einigen wenigen Angriffen tiefer in unsere Hälfte, Micha, Eric und Meris als Aufbaudreieck an der Mittellinie setzten unsere Außen und den Star des Tages  Julian „Thomas“ Ullmann in Szene. Ein ums andere Mal trieb Micha den Ball ins Mittelfeld, da Meris ihm durch sein abkippen den Raum öffnete. Mit viel Tempo infiltrierten wir also den Halbraum vor der gegnerischen Abwehr, ehe Julian in eben diesem auf der linken Seite mit seinem schwachen Fuß einen strammen Knaller ins lange Eck setzte.

3:3 – die wilde Jagt war endgültig angebrochen. In völliger Kontrolle des Spiels segelten Angriffe Richtung Glienicker Tor, ehe die Gäste den tödlichen Fehler machten: Meris bekam strafbar viel Platz im zentralen Mittelfeld, marschierte Richtung Strafraum und bekam keine Gegenwehr, da die Verteidiger sonst Julian und Dominic hätten frei lassen müssen. Den Spannschuss hat man nur noch im langen Eck einschlagen gehört – flach, hart, präzise, den hält man nur sehr schwer.
Die Gäste mussten sich nun etwas einfallen lassen, da Dominic, Pascal Junior und Julian ein ums andere Mal aufdrehten und mit Tempo auf die Abwehr zugingen, leider ohne den erlösenden 2-Tore Abstand heraus zu spielen. Unsere völlige Kontrolle ging nun etwas verloren, da der SV Glienicke mit mehr Spielern auf unsere Aufbaureihe rückten, sobald wir uns der Mittellinie näherten. Meris, Micha und Eric bekamen nun weniger Zeit am Ball, was die Ballbesitzstatistik nun wieder etwas kippte. Allerdings war dieses Herausrücken der Gäste sehr riskant,  denn der für Dominic gekommene Felix auf links und der weiterhin viel ausweichende Julian bekamen teilweise große Räume. Das Spiel begann gerade wieder unruhig zu werden, ehe wir eben eine solche entstandene Lücke anpeilten. Aus der Aufbaulinie kam der Pass wieder in den Zwischenlinienraum, zum Mann des Tages. Thomas nahm nämlich Tempo auf und feuerte von halbrechts einen Schuss ins lange Eck ab, auch hier war der Keeper geschlagen. Die Relevanz des Treffers sah man an der Reaktion der Bank, wo Pascal W. völlig die Beherrschung verlor und jeden auf der Welt hätte umarmen können.
Die Schlussphase war nun ruhiger und völlig cool herunter gespielt. Glienicke war nun gebrochen und ließ Meris im Zentrum nochmal aufdrehen, vorstoßen und mit einem zerschneidenden Pass auf die linke Seite (links am Strafraum) den alles entscheidenden Treffer von Felix vorbereiten.
Ansonsten bat sich bis zum Schlusspfiff nur noch folgendes souveränes Bild:Patrik konnte mit den Verteidigern unkompliziert und flach aufbauen, Junior – der mittlerweile für Meris im zentralen Mittelfeld spielte – konnte hier mit hohem Laufpensum die Außen Basti und Felix verbinden. Folglich haben wir  nichts mehr anbrennen lassen, den Ball nicht mehr hergeschenkt und konnten Pascal vorne im Sturm seine völlige Euphorie entladen lassen – großes Pensum, aber vor lauter Grinsen gelang ihm Richtung Tor nicht mehr viel.

Da bei diesen völlig unterschiedlichen Hälften so ziemlich jeder Falkenseeer 5 Jahre älter wurde, ist es nun gut und erholsam uns bis zum 13. auf Basdorf vorzubereiten. Ohne Torfestival ist die Meisterschaft so ziemlich entschieden, aber auch eine Teilnahme an der Landesmeisterschaft ist ein großes Ziel und würde die Saison veredeln. Allerdings soll man den Tag nicht vor dem Abend loben, alle die an Wunder glauben, dürfen gespannt unsere letzten beiden Spiele verfolgen und die, die es nicht tun, sollten ein bekanntes Sprichwort nicht vergessen:
Man sollte niemals „nie“ sagen….

Auch gegen Glienicke kam der komplette Kader zum Einsatz.

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